Wenn die Grenzerfahrungen selbst eine Schwelle haben, dann heißt dies, dass die Grenzen permanent bestätigt, bestritten, verteidigt, verschoben oder durchbrochen werden. Und wenn all dies geschehen soll, dann muss es unter den Ausgeschlossenen und Eingeschlossenen nicht nur Leitragende, sondern auch Handelnde geben. Der per robustes ist ein solcher Handelnder. Ihm ist zuzutrauen, den Lauf der Welt zum Guten oder zum Bösen zu beeinflussen.
— Dieter Thomä

Dieter Thomä (* 29. November 1959 in Heidelberg) ist ein deutscher Philosoph und Professor an der Universität St. Gallen.

Thomä arbeitete nach einem Volontariat an der Henri-Nannen-Journalistenschule zunächst als Redakteur beim Sender Freies Berlin. Anschließend studierte er in Berlin und Freiburg im Breisgau und lehrte in Paderborn und Rostock. Mit einer Untersuchung Zur Kritik der Textgeschichte Martin Heideggers 1910–1976 wurde Thomä 1989 an der Universität Freiburg promoviert. Nach seiner Habilitation 1997 an der Universität Rostock war er als Gastdozent an der New School for Social Research in New York, als Gastprofessor an der Freien Universität Berlin und an der Universität Essen tätig. Seit Herbst 2000 ist Dieter Thomä Professor für Philosophie an der Universität St. Gallen. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Sozialphilosophie, Ethik, Kulturphilosophie, politische Philosophie, Phänomenologie.

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Dieter Thomä

Berlin 2017

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