Was Macht macht?! Zum Denken von Michel Foucault


Zum Thema

Man muß aufhören, die Wirkungen der Macht immer negativ zu beschreiben, als ob sie nur “ausschließen”, “unterdrücken”, “verdrängen”, “zensieren”, “abstrahieren”, “maskieren”, “verschleiern” würde. In Wirklichkeit ist die Macht produktiv; und sie produziert Wirkliches. Sie produziert Gegenstandsbereiche und Wahrheitsrituale: das Individuum und seine Erkenntnis sind Ergebnisse dieser Produktion.
— Michel Foucault

In der aktuellen Radio-Episode widmen wir uns dem Machtdiskurs im Denken von Michel Foucault (1926-1984). Foucault war es, der in seinem zum Klassiker avancierten Buch Überwachen uns Strafen (1975) als Historiker in die Vergangenheit blickte und als Philosoph in die Zukunft wies. Einem Spürhund ähnlich zeigt Foucault, wie Macht aufzuspüren und einzuordnen ist; wie Macht wirkt und was sie bewirkt.

Der Gast der Episode – Jörg Bernardy – ging in seinem Buch Warum Macht produktiv ist (Fink 2014) der Frage nach, was Foucaults Machtdenken auch heute noch aktuell macht. Eine Antwort darauf gibt er in der aktuellen Episode: Was Macht macht?!

Link zur aktuellen Tagung #Überwachen und Strafen heute#, welche vom 5. bis 7. November 2015 u.a. unter der Organisation von Jörg Bernardy in Bremen stattfinden wird. 

Plakat zur Episode


Denken mit Jörg Bernardy

 
 

Literatur zur Sendung


Michel Foucault im Gespräch mit Noam Chomsky, 1971


Die schöne Totalität des Individuums wird von unserer Gesellschaftsordnung nicht verstümmelt, unterdrückt, entstellt; vielmehr wird das Individuum darin dank einer Taktik der Kräfte und der Körper sorgfältig fabriziert. [...] Wir sind nicht auf der Bühne und nicht auf den Rängen. Sondern eingeschlossen in das Räderwerk der panoptischen Maschine, das wir selber in Gang halten - jeder ein Rädchen.
— Michel Foucault

Aufnahme und Ausstrahlung: Radio Dreyeckland Freiburg. 

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